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Ausgangssituation bei Projektbeginn

Bis zu Beginn des Projektes waren 6 Wochenstubenkolonien im Gebiet des Naturparks Rhein-Taunus identifiziert, in ganz Hessen waren es knapp über 90.

Wälder sind weltweit Zentren höchster Fledermausdiversität, die Verbreitung der Fledermäuse ist direkt von der Verteilung der Waldfläche und der Lebensraumqualität der Wälder abhängig.

Der Waldreichtum in Hessen, insbesondere die Wälder des Projektgebiets mit einer Fläche von 220 km² (Hessens größtes geschlossenes Waldgebiet) sind ideale Voraussetzungen, um das Projekt zum Schutz der Bechsteinfledermaus durchzuführen.

Das Projektgebiet des Naturparks Rhein-Taunus liegt im Verbreitungszentrum der Bechsteinfledermaus. Eine Sicherung des Quartier- und Kolonieverbundes dient unmittelbar der Erhaltung der Art, insbesondere da es sich bei der Bechsteinfledermaus um eine Verantwortungs- bzw. Leitart handelt.

 

Die Bewirtschaftung der Wälder nimmt starken Einfluss auf den Lebensraum der Bechsteinfledermaus. Durch den aktuellen Aufschwung des Energieholzverbrauchs steigt die Nutzungsintensivierung der forstlich alten Wälder, was wiederum negative Folgen für Wald bewohnenden Fledermausarten, wie die Bechsteinfledermaus, hat. Um den negativen Folgen entgegen zu wirken, ist die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zum Schutz der Fledermausart ein sinnvolles und notwendiges Instrument.