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Die Quartiernachweise im Untersuchungsjahr 2014

16 Fledermäuse wurden besendert!

In drei der fünf im Jahr 2014 untersuchten Teilflächen des Projektgebiets wurden über die Telemetrie Quartiere der Bechsteinfledermaus, des Braunen Langohrs und der Fransenfledermaus ermittelt und Gruppengrößen zur Abschätzung der Koloniegrößen erfasst.

Von der Bechsteinfledermaus wurden zehn, vom Braunen Langohr fünf Individuen und von der Fransenfledermaus ein Individuum zur Lokalisation von Quartierstandorten mit einem Sender versehen.

Die Nachweise stammen aus den untersuchten Teilflächen Heidenrod (Bechsteinfledermaus und Fransenfledermaus), Lorch und Wiesbaden (jeweils Bechsteinfledermaus und Braunes Langohr). In der Teilfläche Taunusstein konnte das gefangene Bechsteinfledermaus-Weibchen vor einer Besenderung entwischen, in der Teilfläche Schlangenbad gelangen im Untersuchungsjahr 2014 keine Reproduktionsnachweise der Zielarten.

Insgesamt konnten hierdurch 18 verschiedene Quartierbäume (Bechsteinfledermaus n=12, Fransenfledermaus n=2, Braunes Langohr n=4) und acht Wochenstubenkolonien der Bechsteinfledermaus, eine der Fransenfledermaus und vier des Braunen Langohrs nachgewiesen werden.

Alle Quartiere befanden sich in vitalen Buchen oder Eichen mit einem Brusthöhendurchmesser von unter 20 cm und bis zu über 100 cm. Als Höhlentyp dominierten Spechthöhlen gefolgt von Astabbrüchen und Spalten. In vier Fällen war aufgrund der Beastung und Belaubung der Bäume der Höhlentyp nicht zu ermitteln.

Die durch abendliche Ausflugszählungen ermittelten Gruppengrößen der Kolonien lagen bei der Bechsteinfledermaus zwischen mind. 3 und 33 adulten Tieren (44 mit Jungtieren), bei der Fransenfledermaus bei 32 Individuen inklusive flüggen Juvenilen und beim Braunen Langohr zwischen mind. 1 und 24 adulten Individuen.

Durch den Fang eines reproduzierenden Bechsteinfledermaus-Weibchens am Roßbacher Haag, Taunusstein, das vor einer Besenderung entfliehen konnte, ergab sich zumindest der Hinweis auf ein dortiges Wochenstubenvorkommen, dem in der kommenden Untersuchungsperiode nachgegangen wird.

In der Summe liegen zusammen mit den vor Untersuchungsbeginn sechs bekannten Wochenstubenkolonien und den acht durch die durchgeführten Kartierungen nachgewiesenen Kolonien mit Stand 20. Juni 2015 insgesamt 19 Wochenstuben-Nachweise der Bechsteinfledermaus vor. Hinzu kommen insgesamt vier Hinweise auf ein Wochenstubenvorkommen, denen noch nachgegangen wird.

Quelle: Institut für Tierökologie und Naturbildung