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Quartiernachweise 2015

Zusätzlich zu den im Jahr 2014 ermittelten 18 Wochenstubenquartieren in den Teilflächen Heidenrod, Lorch und Wiesbaden wurden im Untersuchungsjahr 2015 insgesamt 68 Quartiere der Bechsteinfledermaus, des Braunen Langohrs und der Fransenfledermaus mittels Telemetrie gefunden (Abbildung) und die Koloniegrößen über Abschätzung der Gruppengröße während abendlicher Ausflugzählungen ermittelt. Die 68 neu gefundenen Quartiere verteilen sich wie folgt: 43 Bäume sind der Bechsteinfledermaus zuzuordnen, elf Quartiere der Fransenfledermaus und 14 dem Braunen Langohr. Über beide Untersuchungsjahre 2014 und 2015 gemeinsam betrachtet ergeben sich in der Summe 86 Quartiernachweise, davon 55 Quartiernachweise für die Bechsteinfledermaus, 13 für die Fransenfledermaus und 18 für das Braune Langohr. Bei 83 der 86 nachgewiesenen Quartiere handelte es sich um Baumhöhlen, zwei waren in Nistkästen und eines in einer Schutzhütte (Tab. 5). Die Baumquartiere aller drei Arten befanden sich überwiegend in vitalen Eichen oder Buchen (Tab. 5, Abb. 4, Abb. 5). Drei Quartiere befanden sich außerdem in abgestorbenen Bäumen. Bei der Bechsteinfledermaus dominierten als Höhlentyp Spechthöhlen, gefolgt von Astabbrüchen und Spalten (Abb. 6) (ITN 2016, S. 16ff).

Beispiele für Quartiernachweise der Bechsteinfledermaus.

Bilder oben: Quartierbaum Nr. 14 - nordwestlich von Rauenthal - mit einer Eiche mit BHD < 60cm. Die Auszählung ergab 37 adulte Individuen.

Bild unten: Qartierbaum 21 , südlich von Kemel, mit einer Spechthöhle in einer Eiche mit
BHD < 40cm. Die Ausflugszählung ergab mindestens 14 adulte Individuen (ITN 2016).