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Die Taunusbienen als Botschafterinnen für nachhaltige Entwicklung

Zusammen mit der Bioland-Imkerei Taunusbiene führt der Naturpark Rhein-Taunus Kinder und Jugendliche an das Thema Honigbienen heran

Mit der Übergabe von Bienenschutzanzügen für Kinder macht der Vorstand des Naturparks Rhein-Taunus einen wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit mit der Bioland Imkerei Taunusbiene. Gefördert mit 2.000 Euro durch TRONC-Mittel der Stadt Wiesbaden konnte der Naturpark dieses neue Angebot realisieren und am 21.07.2022 im Besprechungsraum "Montreux / San Sebastian" in Wiesbaden vorstellen. Ziel der Kooperation ist es, diese einerseits für ein geplantes Naturpark-Partnernetzwerk zu nutzen, andererseits Kindern und Jugendlichen die zentrale Bedeutung der Bienen für unser Ökosystem und die Landwirtschaft im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) näher zu bringen, um zu einem nachhaltigen Denken und Handeln anzuregen.

Frei nach dem Motto „große Themen für kleine Menschen" lernen die Erwachsenen von Morgen von Annette Widmer und ihrem Team beim Erlebnistag der Bioland-Imkerei Taunusbiene die vielschichtige Welt der Bienen kennen und stellen sich die essenzielle Frage: „Wie sähe mein Frühstück ohne Bienen aus?" Fachwissen zu vermitteln, ist hierbei nicht genug. Der Corona-Stress soll durch Outdooraktivitäten und außerschulischem Lernen von den Kindern und Jugendlichen abfallen. Zudem erlernen sie bei der BNE Handlungskompetenzen, die es ihnen ermöglichen ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

Dieses Bildungsziel zählt seit dem 1. April 2018 zu den gesetzlichen Aufgaben der Naturparke in Deutschland. Seit Oktober 2020 wurde im Naturpark Rhein-Taunus in einem öffentlichen Beteiligungsprozess an einem eigenen BNE-Konzept gearbeitet, welches im Juni 2021 vorgestellt werden konnte. Ein Jahr später – im Juni 2022 – wurde der Naturpark als BNE-Bildungsträger des Landes Hessen zertifiziert und konnte für das Handlungsfeld BNE eine Vollzeitstelle schaffen.
Denise Pietzka, die neue Ansprechpartnerin des Naturparks für das Handlungsfeld Umweltbildung und BNE, soll künftig unter anderem aktiv in die BNE-Netzwerkarbeit einsteigen und Bildungsinteressierte allen Alters mit Betrieben im Naturpark, die ähnlich wie die Imkerei Taunusbiene eine Zusammenarbeit wünschen, zusammenbringen. Hierbei ist es nicht zwingend notwendig, dass es sich um Bio-Betriebe handelt. Regionale Betriebe und Institutionen mit aktivem Engagement und kreativen Ideen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit stehen dabei im Fokus einer Kooperation mit dem Naturpark. Ein ehrliches Interesse daran, dieses Engagement zu vermitteln und auch mit interessierten Besuchern zu diskutieren, ist natürlich eine wichtige Voraussetzung für eine Zusammenarbeit. Dass regionale Betriebe, die nachhaltig wirtschaften möchten, viele Schwierigkeiten und Konflikte in der Umsetzung bewältigen müssen, ist eine Situation, die eine so typische wie wichtige Diskussionsgrundlage in der Bildung für nachhaltige Entwicklung schafft.

BNE passt als Baustein in besonderer Weise in das Aufgabenspektrum des Naturparks Rhein-Taunus, denn sie soll Menschen in die Lage versetzen, nachhaltig zu denken und zu handeln. Damit unterstützt BNE die Naturparkarbeit in ihren Handlungsfeldern „nachhaltige Regionalentwicklung", „Naturschutz und Kulturlandschaft" sowie „Erholung und nachhaltiger Tourismus". In ihnen hängt erfolgreiche Arbeit wesentlich davon ab, die Unterstützung der Bevölkerung und regionalen Akteure zu gewinnen. In diesem Sinne möchte der Naturpark Rhein Taunus auf den BANU zertifizierten Natur und LandschaftsführerInnen-Lehrgang aufmerksam machen, der es den Teilnehmenden ermöglicht, sich im Naturpark ehrenamtlich als NaturparkführerIn zu engagieren. Der Kurs wird noch im Herbst 2022 starten.

Nähere Informationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und zu einer möglichen Zusammenarbeit mit dem Naturpark Rhein-Taunus: Denise Pietzka, Tel: +49 6126 4379, E-Mail: pietzka@naturpark-rhein-taunus.de

Anwesende:
Imkerin: Annette Widmer
Der Vorstand: Stadtrat Andreas Kowol, Landrat Frank Kilian
Kreisbeigeordnete: Dr. Heidrun Orth-Krollmann
Geschäftsführung: Andreas Wennemann
Naturparkmitarbeiterinnen: Martina Schumacher und Denise Pietzka

Eingetragen am: 21.07.2022


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